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Donnerstag, 03 Mai 2012 20:34

Pilgrimm 2000

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Pilgrimm 2000PILGRIM 2000 (Teil 1 von 2): Commander Brandis und seine Crew sind auf der erdabgewandten Seite der Sonne. Nach Reparaturen an einer Raumstation ist die HERMES bereits auf dem Rückweg, als die Kommunikation ausfällt.

Klappe:
Die Zukunft - trotz aller Errungenschaften so ungewiss wie nie zuvor. Im 22. Jahrhundert hat die Menschheit Raumstationen in der Unendlichkeit errichtet und erforscht das Sonnensystem - bemüht, im Weltall das zerbrechliche Gleichgewicht aufrechtzuerhalten, das auf der Erde zwischen den zwei Machtblöcken existiert: der "Union" und den "Republiken". Mark Brandis ist Testpilot und fliegt im Dienste der neutralen Venus-Erde Gesellschaft für Astronautik, kurz VEGA. Immer wieder sieht er sich vor Gefahren gestellt, in denen er sich entscheiden muss: seinem Befehl zu gehorchen, oder seinem Gewissen - für sein eigenes Wohl oder für das, woran er glaubt ...

PILGRIM 2000 (Teil 1 von 2): Commander Brandis und seine Crew sind auf der erdabgewandten Seite der Sonne. Nach Reparaturen an einer Raumstation ist die HERMES bereits auf dem Rückweg, als die Kommunikation ausfällt. Erst in 17 Tagen wird sie wieder Kontakt zur Erde erhalten. Die Nähe zur Sonne hat die Sehfähigkeiten der sechs Raumfahrer beeinträchtigt. Doch dann taucht ein seit Jahrzehnten verschollenes Generationenschiff vor ihnen auf, und Brandis ergreift die Chance, herauszufinden, ob noch jemand an Bord lebt ... Die Geschichte wird fortgesetzt in Folge 14: PILGRIM 2000 (Teil 2 von 2)

Meinung:

Vielen Science-Fiction Interessierten dürfte der Name „Mark Brandis“ ein Begriff sein. Mir bis zu diesem Hörspiel leider nicht (Shame on me). 31 Bände verfasste Nikolai von Michalewsky bereits unter dem Pseudonym Mark Brandis, der zugleich den Namen des Titelhelden darstellt.

Das Flair der Geschichte ist heute sicher nicht mehr ganz neu, verliert aber niemals seinen Charme. Es hat ein wenig von Endzeit, Alien – das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt und klassischer Science – Fiction. Die Technik ist nicht fortgeschritten wie etwas bei StarWars, sondern lässt noch jede Menge Spielraum nach oben. Die Erde erholt sich eher schlecht als Recht von Bürgerkriegen indem sie sich sowohl politisch, als auch wirtschaftlich neu formiert. Die Technologien sind teilweise verloren gegangen und man versucht sie wieder neu zu ergründen, ohne die zerbrechliche Gesamtsituation zu sehr zu strapazieren. Trotz aller Widrigkeiten machen sich Menschen wie Mark Brandis mit Raumschiffen, deren Herstellung teilweise noch aus der Zeit vor dem Krieg liegt, auf in den Weltraum, um ihren Teil beizutragen.

Teil 13 und 14 der Hörspielreihe, beschäftigen sich beide mit der Pilgrim 2000. Es wird nicht lange gefackelt. Gleich die erste Szene startet mitreißend und der Zuhörer ist sofort dabei. Ein sehr rasanter Einstieg, der täuschen mag, denn bei Pilgrim 2000 handelt es sich nicht um eine typische actionreiche Sci-Fi Geschichte, sondern um ein dicht gewebtes und atmosphärisch sehr abwechslungsreiches Abenteuer. Sogar ruhigere Momente sind gut genutzt durch Planung der Besatzung und lassen keine Minute lang Langeweile aufkommen. Auch die sich abwechselnde Atmosphäre aus Weltraumflair, während die Crew in ihren Anzügen die ersten Schritte auf die Pilgrim wagen, über Stationsrundgänge in teilweise engen Schächten bis hin zu Guerillakämpfen ist viel geboten .

Die Figuren sind sehr sympathisch und schlüssig dargestellt. Es gibt die üblichen kleineren Reibereien, der Bezug zu einander und das Gefühl, dass diese Geschichte nicht nur aus dieser Momentaufnahme, da die Pilgrim erkundet wird besteht, sondern eine Vergangenheit und wahrscheinlich auch Zukunft hat. Das verleiht ihr Tiefe und die Charaktere sind darin perfekt eingefügt. Ihre Handlungen sind nachvollziehbar und vor allem unterschiedlich. Man hat nicht das Gefühl, dass der nebenstehende Charakter genau das gleiche hätte sagen können. Jeder hat seine eigene, wiedererkennbare Facette, angefangen bei Mark Brandis bis hin zur Schiffsärztin. Die Stimmen tun ihr Übriges, dass die Helden der Mannschaft sympathisch herüber kommen.

Die Musik und Hintergrundgeräusche sind sehr passend gewählt, sodass bei jeder sich verändernden Umgebung auch gleich der richtige Eindruck entsteht. Dabei braucht es keinen Erzähler, der erst in die Situation einleitet, denn jede nötige Facette und Änderung der Umwelt wird von den Dia- und Monologen der Figuren sehr stimmungsvoll eingeführt. So fühlt man sich nicht, als würden alle Geschehnisse schon lange hinter einem liegen und man könnte eh nichts mehr ändern, sondern als wäre man gerade im Moment da, in dem es passiert, mitten drin und voll dabei. Klasse gemacht und umso spannender zuzuhören.

Fazit:2
„Pilgrimm 2000“ um Mark Brandis lässt kaum Wünsche offen. Die Geschichte wird durch die Sprecher äußerst spannend erzählt, obwohl sie nicht so actionreich ist, wie man es vielleicht erwarten würde. Es gibt Ruhepausen, zwischen den Einsätzen, die Raum für Planung und Tiefgang der Geschichte lassen. Die Charaktere sind sympathisch und facettenreich dargestellt. Die Hintergrundgeräusche und die Musik tun ihr Übriges um sich gut in das Hörspiel einzufinden. Da macht zuhören richtig Spaß und die Autofahrt wird zum spannenden Ausflug in den Weltraum. Wirklich sehr gelungen!




Jolinar

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Jolinar

Jolinar arbeitete vor helden.de bereits in unterschiedlichen Foren in der jeweiligen Redaktion. Von Christoph wurde sie dann für helden.de angeheuert, wo sie jetzt ein fester Bestandteil der Redaktion ist. Neben den Rezensionen schreibt sie auch Berichte zu den besuchten Conventions.

Mit Rollenspiele beschäftigt sie sich bereits seit 13 Jahren. Ihr hauptsächliches System ist DSA, aber auch mit Warhammer 40k und Shadowrun konnte sie bereits Erfahrungen sammeln.

Als eingefleischter Zombiefan sind Extreme in Romanen gerne gesehen. Horror, Urban Fantasy und skurriler Humor ist aber auch gerne gesehen.

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