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Donnerstag, 03 Mai 2012 20:38

Sonnenfracht

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Sonnenfracht2129: Commander Brandis und seine Crew haben zur Jubiläumspräsentation der VEGA Dienst als Ausstellungsführer in San Francisco. Ein ungewöhnlich starkes Erdbeben lässt die San-Andreas-Spalte, auf der die Stadt steht, aufbrechen.

Klappe:
Die Zukunft - trotz aller Errungenschaften so ungewiss wie nie zuvor. Im 22. Jahrhundert hat die Menschheit Raumstationen in der Unendlichkeit errichtet und erforscht das Sonnensystem - bemüht, im Weltall das zerbrechliche Gleichgewicht aufrechtzuerhalten. Mark Brandis ist Testpilot und fliegt im Dienste der neutralen Venus-Erde Gesellschaft für Astronautik. Immer wieder sieht er sich vor Gefahren gestellt, in denen er sich entscheiden muss: seinem Befehl zu gehorchen, oder seinem Gewissen - für sein eigenes Wohl oder für das, woran er glaubt.

2129: Commander Brandis und seine Crew haben zur Jubiläumspräsentation der VEGA Dienst als Ausstellungsführer in San Francisco. Ein ungewöhnlich starkes Erdbeben lässt die San-Andreas-Spalte, auf der die Stadt steht, aufbrechen. Der Hangar stürzt ein, und nur Brandis' Geistesgegenwart verhindert, dass die HERMES zusammen mit dem Rest der VEGA-Raumschiffe vor Ort zerstört wird. Die Stadt geht im Erdbeben unter. In der Nachbesprechung eröffnet Direktor Harris erschreckende Fakten: schon bald werde dieses Unglück durch ein weit größeres abgelöst, wenn kein Wunder geschieht …

Meinung:

Mark Brandis ist mitten drin und voll dabei, als San Francisco zu einem großen Teil in der San-Andreas-Spalte verschwindet. Die Tragödie weitet sich auf das Privatleben aus, als die Nichte Ruth O´Haras vermisst wird. Doch statt sich um seine Liebste zu kümmern, versucht Mark Brandis mit einer waghalsigen Aktion die Welt zu retten. Er ist verpflichtet zu schweigen und kann Ruth wegen der zeitraubenden Arbeit nicht beistehen. So fällt es einem Militär leicht, ihm beziehungstechnisch Konkurrenz zu machen.

Der 11. Teil der Reihe um Commander Mark Brandis behandelt im Prinzip zwei große Themenbereiche. Einer davon ist natürlich die Katastrophe. Dabei handelt es sich aber nicht einfach um ein natürlich erzeugtes Problem, sondern um das ignorante Verhalten aus der Vergangenheit. Giftmüll ist in der Nähe eines Vulkans gelagert worden und nun droht es, den gesamten Planeten zu vergiften. Die Kritik an der momentanen Atompolitik springt einem direkt ins Auge. Ein Thema, das auch heute nichts von seiner Aktualität verloren hat. An diesem Punkt wären wir wieder bei dem „zeitlosen“ Format, von dem ich bereits in der vorherigen Rezension gesprochen habe. Mark Brandis mag in einer fiktiven Zukunft spielen und vor gut 30 Jahren geschrieben worden sein, aber dennoch ist die Geschichte brisant wie eh und je.

Diese Katastrophe mag als Aufhänger recht annehmbar sein. Fesselnd sind aber erst die parallel laufenden Geschehnisse und die damit einhergehenden Sinnfragen, die sich Mark Brandis stellt. Er riskiert viel und für die Allgemeinheit wäre die Notwendigkeit seiner Taten umstritten, wüssten sie davon. Aber für sein Privatleben ist es pures Gift. Wohl nicht zum ersten Mal stellt er sich die Frage, warum er das tut und warum niemand anderes dafür geeignet sein soll. Er ist kurz davor, seine große Liebe zu verlieren ... und die Zeit auf dem MP3-Player läuft und läuft und schließlich endet die Folge, bevor man erfährt, wie es weitergeht! Ein offenes Ende, das einen auf glühenden Kohlen sitzen lässt.

Es ist wieder ein ganz anderer Mark Brandis, eine komplett andere Atmosphäre, auch wenn die Kritik an Politik und Sozialverhalten weiterhin stark kritisiert werden. Doch wirklich im Mittelpunkt stehen die Beziehungsprobleme. Man begegnet einem sehr nachdenklichen Mark Brandis, geplagt von Selbstzweifel. Es zieht den Zuhörer förmlich in die Geschichte hinein, wenn ein feiner Kerl eigentlich nur versucht, das Richtige zu tun und dabei vielleicht alles verliert, was im Privatleben wirklich wichtig ist. Zwar ruhiger und nachdenklicher als sonst, weiß das Hörspiel dennoch uneingeschränkt zu begeistern.

An dieser Stelle frage ich mich, ob ich nicht einfach von vergangenen Rezensionen kopieren und einfügen sollte. Die Arbeit der Sprecher und auch die Hintergrundgeräusche sind makellos. Das Niveau ist gleichbleibend hoch.

Fazit:2
Mir wird es mulmig, wenn ich jetzt zwei Rezensionen schreibe, die beide Lobeshymnen zu Mark Brandis darstellen, aber etwas anderes bleibt mir kaum übrig.
Er begegnet dem Zuhörer dieses Mal philosophierend über Sinn und Zweck seines Daseins und deren Prioritäten. Wieder eine neue Facette des Kommanders im Kampf um Freiheit und gegen den Müll der Vergangenheit. Ich hoffe, die sprichwörtlich glühenden Kohlen verbrennen mir nicht den Hintern bis zur nächsten Folge!


Jolinar

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Jolinar

Jolinar arbeitete vor helden.de bereits in unterschiedlichen Foren in der jeweiligen Redaktion. Von Christoph wurde sie dann für helden.de angeheuert, wo sie jetzt ein fester Bestandteil der Redaktion ist. Neben den Rezensionen schreibt sie auch Berichte zu den besuchten Conventions.

Mit Rollenspiele beschäftigt sie sich bereits seit 13 Jahren. Ihr hauptsächliches System ist DSA, aber auch mit Warhammer 40k und Shadowrun konnte sie bereits Erfahrungen sammeln.

Als eingefleischter Zombiefan sind Extreme in Romanen gerne gesehen. Horror, Urban Fantasy und skurriler Humor ist aber auch gerne gesehen.

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