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Mittwoch, 02 Mai 2012 16:32

Prof. Dr. Dr. Dr. Augustus Van Dusen - Stirb schön mit Shakespeare

geschrieben von Ainadan
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Van Dusen Stirb Schön mit ShakespeareWährend einer Aufführung von Shakespeares „Wie es euch gefällt“ im New Yorker Garrick-Theater verschwindet der Schauspiel-Star Belinda Belmont spurlos.

Klappe:
Während einer Aufführung von Shakespeares „Wie es euch gefällt“ im New Yorker Garrick-Theater verschwindet der Schauspiel-Star Belinda Belmont spurlos. Die Polizei in Gestalt von Detective Sergeant Caruso tappt wie üblich im Dunkeln, und auch Professor van Dusen scheint zunächst nicht weiter zu wissen. Doch eine scheinbar völlig uninteressante Schachtel Pralinen und die seltsamen Augen einiger Schauspieler bringen ihn schließlich auf die richtige Spur.

Autoren:
Jacques Futrelle wurde am 09. April 1875 geboren und versank mit der Titanic am 15. April 1912, als er einen Platz im Rettungsboot zu Gunsten seiner Frau ablehnte. Er war ein amerikanischer Journalist und Krimiautor, der vor allem Kurzgeschichten verfasste. Die Hauptfigur alleine von 50 seiner Werke war Prof.Dr.Dr.Dr. Augustus van Dusen.

Michael Koser wurde am 24. April 1938 in Berlin geboren. 1961 die DDR verlassend studiert er Geschichte, Germanistik und Politik. Seit 1965 arbeitet er als freier Autor vorwiegend für den Rundfunk, für den er innerhalb von etwa 30 Jahren an die 150 Hörspiele produziert; über die Hälfte davon mit Professor van Dusen als Hauptdarsteller. Mit dieser fiktiven Figur scheint er sich ziemlich zu identifizieren, so daß in der Biographie auf seiner Homepage es nur einen Satz über seine eigene Person verliert, sich dafür aber mehrere Absätze über Professor van Dusen ausläßt.

Für seine Arbeit erhielt er 1973 den Kurt-Magnus-Preis der ARD, der jährlich für überdurchschnittliche Leistungen im Hörfunkjournalismus verliehen wird.
Meinung:

Nochmal zurück auf Anfang. Da muß ich wohl im Auto etwas überhört haben. Hmm, wieder kein Vorspann gehört. Also nochmal zurück. Nee, scheint wirklich keinen zu geben. Es geht gleich in medias res.

Und medias res ist interessant gemacht. Der Erzähler ist gleichzeitig eine Hauptfigur, die mal mit dem Professor im Hier und Jetzt interagiert und mal aus den Erinnerungen rezitiert. Diese Erinnerungen sind wiederum nicht als einfache Erzählungen dargestellt, sondern als komplette Szenen mit verschiedenen Schauspielern. Rundum stilistisch und hörspieltechnisch toll gemacht.

Nun jedoch zum Inhalt. „Meine Fresse, watt is datt für ein arroganten Kerl!“ so meine – hier jugendfrei und norddeutsch geprägt ausgedrückte – Reaktion auf die ersten paar Sätze des Prof. van Dusen. Und nachdem dieser geistige Überflieger seinen Assistenten, den Reporter Hutchinson Hatch (Cooler Name und sei es nur, weil es mich an Starsky & Hutch erinnert), zum wiederholten Male runtergeputzt hatte, verschlimmerte sich meine Abneigung eher noch.

Die anderen Charaktere haben mich zwar nicht so polarisiert, dafür haben sie mich aber auch weder im positiven noch im negativen Sinne vom Hocker gehauen. Eigentlich genau passend zur Geschichte als solches. Die zeitlosen Indizien des Falles waren sehr offensichtlich während die Hinweise aus der Zeit des beginnenden 20. Jahrhunderts doch eher ins Abstruse gehen.

Für mich, der ich bis dato noch nie etwas von dieser Hörspielreihe gehört hatte, war der Einstieg etwas schwierig, da davon ausgegangen wird, daß man die Hauptcharaktere bereits kennt. Auf diese Weise ging an mir bestimmt die einer oder andere Pointe verloren, auf die Stammhörer wahrscheinlich bereits mit einlegen der CD erwarten (2 + 2 = 4, immer und überall).

Doch während meiner Recherche für diese Rezension bin ich auf Informationen gestoßen, die mich etwas gütiger auf dieses Werk blicken lassen. So wurde die Ursprungsgeschichte The Problem of „Dressing Room A“ bereits Ende des 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts geschrieben, als die Geschichten um Sherlock Holmes neu waren und hoch im Kurs standen. Daher auch eine doppelte Autorenangabe oben.
Des Weiteren wurde das Hörspiel bereits 1979 für das Radio produziert und wurde 2011 nur neu aufgelegt. Somit sollte es damals ein ganz anderes Publikum ansprechen.
Und zu guter Letzt handelt es sich um einen Teil einer Serie und das noch nicht einmal den ersten sondern den fünften. Es wird hier also ein aus dem Kontext gerissener Part betrachtet.

Fazit:4
Von diesen Teil auf die gesamte Serie schließend und Angaben von Herrn Kosers eigener Homepage mit einbeziehend („[...] die plots entwickelten sich immer weiter ins Groteske und Fantastische.“) kann ich dieses Hörspiel nur einem eingeschränkten Personenkreis empfehlen: Nostalgiker, die die alten Werke auf CD haben möchten oder angehende Hörspielregisseure, die sich gute Tipps holen wollen. Denn wie gesagt, finde ich die technische und dramaturgische Umsetzung prima. Diese hebt das Stück in der Gesamtwertung übrigens locker um eine gesamte Note nach oben!



Ainadan
Merrick
CCC VFC ND

Gelesen 7392 mal Letzte Änderung am Freitag, 04 Mai 2012 22:36

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