Carinas Weltreise – Der Weg von der Idee zur Umsetzung

Hätte. Sollte. Könnte. Würde. MACHEN!

Meine Weltreise – über die Idee und das “sich wirklich trauen”

Begleite Carina auf ihrem Weg von der Idee bis zur Rückkehr ihrer Weltreise. Jeden 2. Dienstag wird sie euch von ihren Erfahrungen, Erlebnissen und Gedanken berichten, die sie während dieser Reise begleitet haben:

Ich reise schon immer gern.
Es muss gar nicht so weit weg gehen.
Ich mag es, Neues zu sehen, nicht zu wissen, welches Gefühl ein Ort auslöst und auf welche Menschen ich treffen werde.
Stellt es euch wie einen „Reset“ vor – den Kopf frei bekommen und richtig durchatmen können.
Ich liebe spontane Wochenendtrips, auch gern nur mit mir.
Meine Arbeit bei den Helden, in einem digitalen Startup, ist eine tolle Basis
dafür, einen Freitag oder Montag ohne Probleme remote arbeiten zu können.

Im User Service lasst ihr uns, neben den Versicherungsfragen, an eurem Leben teilhaben und erzählt uns noch viel mehr von euch. Wir haben durch euch eine bunt gemixte Community, mit spannenden Geschichten, die ganz unterschiedliche Lebensmodelle gewählt haben oder dabei sind, für sich ihres zu entdecken.
Zu erfahren, wie ihr euren Weg zwischen Arbeit und Reisen gefunden,
was ihr dafür hinter euch gelassen habt und wohin es euch geführt hat, ist inspirierend.
Nicht selten schmunzeln meine Kollegen, wenn ich wieder mit Travel Usern spreche,
die einen Trip planen. Dabei sitze ich grinsend am Telefon und tausche noch schnell ein paar Tipps und Routen mit euch aus.

Nach meiner Thailand Reise wusste ich, dass ich das machen möchte – reisen. Meinen Job genau damit zu verbinden, zumindest für einige Zeit, war mein Ziel.
Ich war so fasziniert von der Zeit in Thailand, dass ich mir dachte, “es gibt noch so viel mehr Orte und ich möchte sie sehen”.
Das letzte Jahr hat mir gezeigt, dass es mit Absprachen im Team gut umsetzbar ist und so entstand die Idee, das Ganze länger zu machen als nur zwei oder drei Tage.

“Einfach mal machen” und so habe ich mir meinen Backpack inklusive meines Laptops geschnappt und bin losgezogen … okay – so einfach war es natürlich nicht.

Mein nächster Schritt war, zu schauen, ob meine Chefs genauso begeistert von der Idee sind wie ich. Bis zu diesem Moment habe ich in meinem Kopf für mich geplant, jetzt war es an der Zeit, diese Gedanken umzusetzen und es laut auszusprechen.
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll – es war eine sehr aufwühlende Zeit für
mich …

„Was ist, wenn ich mich zwischen meinem Job und der Weltreise entscheiden muss?“
„Wie könnte ein guter Kompromiss aussehen?“
„Welche Argumente sprechen überhaupt dafür – für mich persönlich, dass meine Chefs Jan und Stefan diesen Weg mit mir gehen?”
„Wie würde ich mich entscheiden, wenn es keinen Kompromiss, sondern nur ein
entweder oder gibt?“

Es fühlte sich in etwa so an, als würde ich mich auf ein Jobinterview vorbereiten.
Irgendwie seltsam, wusste ich doch, wer vor mir sitzt. Zwei, mit denen ich bereits viel erlebt hatte. Dadurch, dass es keine klassische Hierarchie gibt, so wie ich es aus Versicherungsunternehmen kenne, sind wir automatisch viel näher aneinander.
Umso seltsamer, nochmal durchzuspielen, was für mich und einen gemeinsamen Weg spricht. Mir war klar, dass es schwierig würde, an meinem Schreibtisch sitzen zu bleiben und meinen Plan erstmal in eine Schublade zu stecken.
Ich wollte genau das auf keinen Fall.

Wenn es ausgesprochen ist und nicht in die von mir gewünschte Richtung geht,
müsste ich mich zwischen zwei Dingen entscheiden, die mir sehr wichtig sind.
Dazu kommt die eigene Unsicherheit, denn länger als eine Woche war ich bis dato noch nicht alleine unterwegs gewesen.

Da gab es nun den „langfristig denkenden“ und den „sicherheitsorientierten“ Teil
in mir. Gleichzeitig aber auch eine laute Stimme die mir sagte: „Mach es, mach es!
Jetzt fühlt es sich richtig an. Wer weiß, was im Leben noch so passiert …“
Dieses Gefühl hüpfte dabei unentwegt aufgeregt in mir herum.

Während meine Gedanken in meinem Kopf tanzten, gab es zudem meine Freunde und Familie, die einen verstanden es mehr, die anderen weniger.

„Schau mal, du bist jetzt ein Jahr in Hamburg und hast mit einem kurzen Umweg
den Job gefunden, indem du soviel von dem machen kannst, was du immer
wolltest.“

„Reisen kannst du doch auch zwischendurch, wenn du Urlaub hast.“

Das sagten mir Menschen, auf deren Meinung ich sehr viel Wert lege. Eines wusste ich allerdings genau – dass es nicht das ist, was ich möchte und wenn ich mir erstmal etwas in den Kopf gesetzt habe, dann kommt es da auch nicht so schnell wieder raus 😉

In 15 Jahren Versicherungsbranche habe ich einiges erlebt und manches Mal nur mit dem Kopf geschüttelt. Gerade wenn Menschen Produkte entwickeln, die womöglich selbst noch nie im Vertrieb waren.

Ich wollte nicht in veralteten Strukturen arbeiten und Arbeitsanweisungen folgen, die mehrere Jahre nicht hinterfragt worden sind.
Gewohnheiten zu hinterfragen könnte bedeuten, handeln zu müssen.
Sätze wie “das haben wir ja schon immer so gemacht” sind in vielen Unternehmen keine Seltenheit. Neue Ideen werden oft zur Seite geschoben und nicht beachtet.

Bei den Helden den Versicherungsschutz mit gestalten zu können, Ideen im Team zu entwickeln, einbezogen zu werden, ist das, was ich immer wollte.
Nicht für “irgendein” Produkt stehen zu müssen, dass mir vorgesetzt wird, sondern voll und ganz davon überzeugt zu sein. Das in Verbindung mit einem Team, das dasselbe Ziel verfolgt, dabei Spaß zusammen hat, ist für mich viel mehr als ein Job.
Hier kann ich zu 100% ich sein und habe nicht mehr das Gefühl, einen Teil von mir im Fahrstuhl zurücklassen zu müssen, um in konservative Ansichten zu passen.

Zurück zu meinem Gedankenwirrwarr: “Willst du das wirklich riskieren?”

Als ich in dieser Stimmung eine Userin am Telefon hatte, die ihren verbeamteten
Job gekündigt hat und eine Open End Weltreise plante, hat mich ihre Story gepackt.
Adé Verwirrung – danke Vanessa! Ich glaube, es war ein klassisches win-win!
Vanessa hat mir offen erzählt, wie wichtig sie es empfindet, Menschen zu begegnen,
die nicht nur die Risiken sehen, sondern ihre Freude teilen, das umzusetzen, was sich schleichend im Kopf entwickelt hat. Die einem Mut zusprechen und wissen, dass es eine der tollsten Erfahrungen im Leben werden könnte.
Vielleicht auch ein bisschen gegen den Strom schwimmen, aber dafür in seinem eigenen. Ich konnte nach dem Gespräch ein paar Tage in Folge nicht richtig schlafen, weil ich so viele Gedanken hatte.

Vielleicht waren einige von euch in ähnlichen Situationen, die, in denen wir Gefahr laufen, die Dinge, die uns fordern zu zerdenken.
Wie wäre es stattdessen damit: Erstmal den ersten Schritt machen, zu schauen was passiert und wie unser Gegenüber damit umgeht.
Schritt Zwei: Auf dieser Basis weiterdenken und nicht im Vorfeld schon zu viel Energie in etwas stecken, das vielleicht gar nicht eintritt. Klarer Fall von Lernprozess.

Während ich das schreibe, weiß ich jetzt, dass ich mir Entscheidungen durch das Zerdenken schwer gemacht habe. Das Reisen hat mir gezeigt, was es heißt, Bauchentscheidungen zu treffen und instinktiver an Dinge heranzugehen.

Ihr müsst wissen, dass „worst case szenario“ male ich mir immer aus, wenn ich ansonsten zu keiner Lösung komme.
In diesem Fall also meinen Job zu kündigen und auf Reisen zu gehen, dann zu schauen, was sich ergibt, wenn ich zurück in Hamburg bin.

In dem Moment wurde mir so richtig bewusst, dass ich es machen werde.
Auch wenn ich super traurig wäre, wenn es ein entweder oder wird.
Es wäre keine Entscheidung gegen meinen Job gewesen, sondern eindeutig eine für mich. Denn ich hätte es mir nie verziehen, darauf verzichtet zu haben.

Ich bewundere den Mut der lieben Vanessa, bestärke sie in ihrem Vorhaben, hatte bis zu dem Augenblick selber (noch) nicht den Mut gehabt, es dort anzubringen, wo es längst Zeit wäre, meine Gedanken zu teilen. Aber …
Das würde sich jetzt ändern und allein der Entschluss hat mir die Ruhe gegeben,
den Kopf abzustellen und Schritt für Schritt in die richtige Richtung zu gehen.