Fahrradschlösser: mehr Sicherheit für dein Bike

Fahrradschlösser:
mehr Sicherheit für dein Bike

10.02.219 Min.

Schnell mit dem Fahrrad in die Stadt, um einige Besorgungen zu machen – und am Ende bleibt nur der Fußweg nach Hause. Zwar ist die Zahl der Fahrraddiebstähle in den vergangenen Jahren zurückgegangen, geklaut werden viele Bikes nach wie vor trotzdem. Das trifft vor allen diejenigen, die viel Geld in ihr Fahrrad investieren, denn teure und hochwertige Modelle stehen besonders hoch im Kurs.

Obwohl Versicherungen bei einem Verlust durch Diebstahl helfen, bleibt der trotzdem ärgerlich. Ein Grund mehr für dich, aktiv vorzubeugen und dein Lieblingsrad zu schützen. Ein Fahrradschloss leistet dabei schon hervorragende Dienste.

Fahrraddiebstahl: Qualität bevorzugt

Eine gute Nachricht für Fahrradbesitzer vorneweg: Die Zahl der gestohlenen Bikes ist rückläufig. Nach Angaben des Bundeskriminalamts sank die Anzahl der Fahrraddiebstähle 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 5.000.
Die schlechte Nachricht lautet allerdings: Auf den dabei entstandenen Versicherungsschaden hatte das keinerlei Auswirkung. Denn der lag wie im Jahr

zuvor bei etwa 110 Millionen Euro. Grund hierfür sind die steigenden Entschädigungen, welche die Versicherer zahlen.

Teure Fahrräder sind sehr begehrt

Dies hat genau genommen damit zu tun, dass die Menschen mehr Geld für ihre Fahrräder ausgeben. Das wiederum ist nicht weiter schwer, weil schon die Variante mit Elektro-Unterstützung ein Bike deutlich im Preis erhöht. Im Durchschnitt lagen die Schadenssummen 2019 auch deshalb bei rund 720 Euro und damit noch einmal höher als 2018.

Wie hoch der Gesamtschaden für die Fahrradbesitzer ausfällt, lässt sich übrigens nur schwer erfassen. Die durchschnittlichen Entschädigungswerte, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft GDV ermittelt, beziehen sich nämlich nur auf versicherte Räder. Zu diesen 155.000 Bikes kommen noch einmal fast genauso viele, die von ihren Besitzern nicht versichert wurden.

Wo Fahrräder besonders häufig gestohlen werden

Im Vergleich der Bundesländer stechen vor allem Bremen, Berlin und Hamburg mit den meisten Fahrraddiebstählen pro 100.000 Einwohnern heraus. Bei den Städten liegen Leipzig, Göttingen, Münster, Osnabrück und Halle an der Saale in derselben Statistik sogar noch vor dem „Spitzenreiter“ Bremen (926 Diebstähle). Zwischen 1.113 (Halle) und 1.700 (Leipzig) Fahrräder wurden hier im Verlauf des Jahres gestohlen.

Vor allem an viel genutzten Abstellplätzen suchen Diebe nach potenzieller Beute: An Bahnhöfen, vor Schulen und Schwimmbädern sowie auf Sport- und Freizeitstätten werden besonders viele Fahrräder entwendet.

Wenn dein Fahrrad gestohlen wird, ist es natürlich erst einmal vollkommen egal, ob du in der Stadt wohnst oder dein Bike regelmäßig an einem der genannten Plätze abstellst. Ärgerlich ist ein Diebstahl immer, nicht nur wegen des materiellen Verlusts.

Umso wichtiger ist ein ausreichender Schutz für dein Rad – unabhängig davon, wo du damit unterwegs bist und wie lange du es aus den Augen lässt.

Erste Wahl beim Thema Sicherheit: Fahrradschlösser

Im heimischen Keller oder der Garage ist dein Fahrrad vergleichsweise sicher untergebracht. In der Regel kommen Diebe nicht ohne weiteres in diese Räume hinein, der Aufwand lohnt sich dann höchstwahrscheinlich nicht. Anders sieht es an Orten aus, an denen dein Fahrrad frei zugänglich ist.

Deshalb solltest du selbst bei kurzen Pausen, in denen du dein Rad stehen lässt, immer für genügend Sicherheit vor Diebstählen sorgen. Das einfachste und effizienteste Mittel für diesen Zweck bleiben Fahrradschlösser.

Mehr Qualität, mehr Schutz

Zu einfach sollte das Schloss allerdings nicht sein. Einige Modelle sind bereits unter zehn Euro erhältlich. Spiralkabel, dünne Drähte oder Ketten sind allerdings in der Regel kein großes Hindernis für Diebe. Mit Säge oder Seitenschneider lassen sich solche Schlösser leicht entfernen.

Genauso wenig bieten Rahmenschlösser einen wirksamen Schutz. Diese verhindern zwar ein Wegschieben oder -fahren. Solange das Bike aber nicht anderweitig gesichert ist, lässt es sich immer noch problemlos wegtragen oder in ein Auto verladen. Rahmenschlösser kommen allerdings nur noch selten zum Einsatz, nicht zuletzt wegen der mangelhaften Schutzfunktion.

Wenn du also schon Geld in dein Fahrrad investierst, solltest du beim dazugehörigen Schloss nicht sparen. Im Idealfall sorgst du sogar für doppelte Absicherung durch ein zweites Schloss. Je robuster deine Sicherheitsvorkehrungen sind, desto größer ist deren abschreckende Wirkung – und desto weniger lohnt sich für Diebe überhaupt der Versuch eines Diebstahls.

Qualitativ hochwertige Fahrradschlösser aus kräftigen Kettengliedern oder mit einem massiven Bügel kosten ab etwa 25 Euro aufwärts. Teurere Modelle ab zirka 50 Euro sind noch schwerer und widerstandsfähiger. Sie bieten dann meist einen zusätzlichen Schutz des Schlosszylinders gegen Picking oder Aufbohren. Premiumschlösser mit zertifiziertem Sicherheitslevel nach höchsten Standards können durchaus auch über 100 Euro kosten. Je nach Wert des Fahrrades kann sich eine solche Investition in jedem Fall auszahlen.

So findest du ein gutes Fahrradschloss

Weil der Preis alleine noch kein Gütesiegel darstellt, haben wir dir die wichtigsten Punkte zusammengetragen, damit du ein wirklich sicheres Fahrradschloss findest. Abgesehen von der Sicherheitsfrage spielen einige weitere Aspekte eine Rolle:

  • Alltagstauglichkeit etwa bedeutet, dass sich das Schloss gut transportieren (Stichwort Gewicht) und unkompliziert anbringen lässt. Das Absichern soll ja möglichst schnell gehen.
    Aber: Weil auch die Masse ein nicht unerheblicher Faktor ist (sie ergibt sich etwa durch einen größeren Durchmesser des Bügels), musst du mit einem gewissen Gewicht rechnen.
  • Beim Fahrradschloss kommt es außerdem auf die Größe an, denn Rahmen und Hinterrad sollte es mindestens umschließen können, um als Diebstahlschutz zu taugen.
  • Eine hohe Sicherheitsstufe ist gut, ein zertifizierter Test ist besser. Für die Sicherheitsstufen gibt es nämlich kein einheitliches System, zwischen den Herstellern können also Unterschiede bestehen. Die Stiftung Warentest und der Allgemeine Deutsche Fahrradclub e.V. (ADFC) vergeben allerdings Zertifikate auf Basis eines einheitlichen Testverfahrens gemäß DIN EN 15496.
  • Bei einem Fahrradschloss sollten alle Komponenten von hoher Qualität sein – deshalb brauchen auch Schlosszylinder und -körper eine solide Robustheit.

Bleibt immer noch die Frage, welche Art Schloss diesen Ansprüchen am besten gerecht wird. Wir stellen die guten und die weniger guten Varianten gegenüber:

Die Guten

Das Bügelschloss
Sie sind nach dem U-förmigen Bügel aus Stahl benannt. Zusammen mit einem hochwertigen Zylinderschloss gehören sie zu den beliebtesten und zuverlässigsten Varianten. Einziger Nachteil: Beim Transport ist der starre Bügel womöglich etwas hinderlich.

Das Faltschloss
Es ist genauso robust wie das Bügelschloss, aber sehr viel einfacher zu transportieren. Ein Faltschloss lässt sich auf eine sehr praktische Größe zusammenfalten und so leicht überall verstauen.

Das Kettenschloss
Die Variante aus einer dicken Stahlkette ist ohne Frage ein Klassiker und in der entsprechenden Qualität in jedem Fall eine der widerstandsfähigsten Fahrradschloss-Arten, die du verwenden kannst.

Die Schlechten

Das Rahmenschloss
Als integrierter Schutzmechanismus ist dieses Modell eine denkbar praktische Sache, weil du das Schloss so immer direkt dabeihast. Die Wirkung ist wiederum zweifelhaft: Das Rahmenschloss blockiert das Hinterrad. Einfach aufsteigen und wegfahren ist damit nicht möglich. Allerdings kann das Rad immer noch getragen werden, was für einen Dieb je nach Preisklasse ein vertretbarer Aufwand sein dürfte.

Das Kabelschloss
Sie sind immer noch oft zu sehen, weil sie im Vergleich zu Bügel-, Falt- oder Kettenschlössern deutlich leichter sind. Dieser Vorteil im Alltag kommt aber nur zustande, weil recht dünne Spiralkabel verwendet werden und die sind im Zweifelsfall recht einfach zu durchtrennen. Als Zweitschloss (um Zubehör etc. zu sichern) stellen sie aber dennoch eine Alternative dar.

Inzwischen setzen die Hersteller von Fahrradschlössern auch zunehmend auf andere Materialien. Die Verbindung von einem Metallkern, der von Textilfasern umschlossen ist, verspricht beispielsweise hohe Flexibilität, ohne an Robustheit einzubüßen. Ähnliche Eigenschaften soll ein Materialmix aus Stahl und Kevlar mit sich bringen. In Kombination mit bewährten Schlosssystemen hast du so auf jeden Fall mehr Möglichkeiten, um den Schutz für dein Fahrrad zu erhöhen.

Das Schloss ist erst der Anfang

Ein massives Fahrradschloss (oder auch zwei), das unterwegs den Rahmen, das Vorder- und das Hinterrad mit einem fest verankerten Gegenstand verbindet – das ist ein guter Anfang, um einen Diebstahl zu verhindern. Wir haben aber noch einige Tipps für dich, um den Sicherheitsfaktor zu verbessern:

  • Öffentlichen Abstellplatz suchen
    Zugegeben: Dass Fahrräder häufig an Bahnhöfen, Bädern, Sportanlagen und ähnlichen Plätzen geklaut werden, mag erst einmal nicht für einen öffentlichen Abstellplatz sprechen. Stellst du dein Rad aber an einem schlecht einsehbaren, wenig frequentierten Ort ab, steigt das Risiko eines Diebstahls erheblich.
  • Bewegliche Teile sichern
    Vor allem bei E-Bikes lohnt es sich für Diebe, zumindest das Zubehör zu entwenden. Akkus und Displays sind für sich genommen schon wertvoll. Deshalb sollten bewegliche Zubehörteile niemals am Fahrrad bleiben oder zumindest zusätzlich gesichert werden. Das gilt natürlich genauso für Räder ohne Elektro-Unterstützung.
  • Fahrradpass und Codierung
    Offensichtlich helfen Sicherheitsmaßnahmen in vielen Fällen trotzdem nicht, einen Diebstahl zu verhindern. Du kannst aber auch für solche Situationen vorsorgen: In einem polizeilichen Fahrradpass werden dein Name, deine Adresse sowie die Rahmennummer und die Codierung deines Fahrrads eingetragen. Auf diese Weise lässt sich dein gestohlenes Bike besser finden – und findet dann leichter den Weg zu dir zurück.

Ein Schloss ist gut, eine Versicherung ist besser

Wie die Statistik zeigt, bleiben Fahrräder beliebte Ziele für Diebe. Für die Besitzer bedeutet der Diebstahl einen herben Verlust, nicht zuletzt in finanzieller Hinsicht. Wer sich für ein hochpreisiges Modell entscheidet, sollte deshalb in Erwägung ziehen, sich für den schlimmsten Fall abzusichern.

Die Versicherung für dein Fahrrad

Eine spezielle Versicherung für dein Fahrrad greift dort, wo es eine normale Hausratversicherung nicht mehr tut. Denn die deckt in der Regel nur solche Fälle ab, in denen das Bike aus deiner Wohnung oder verschlossenen Abstell- und Kellerräumen gestohlen wird.

Deutlich häufiger geschehen die Diebstähle aber eben nicht zu Hause, sondern unterwegs, sozusagen auf offener Straße. Eine Zusatzklausel in der Hausratversicherung kann den Versicherungsschutz ausdehnen. Bei unserem Hausratschutz sind grundsätzlich Fahrräder bis zu einem Betrag von 5.000 Euro mitversichert – auch dann, wenn sie im öffentlichen Raum abgestellt und nachweisbar mit einem Schloss gesichert waren.

Noch besser bist du mit einer Versicherung eigens für dein Fahrrad abgesichert – und zwar nicht nur bei einem Diebstahl. Wir von helden.de bieten dir mit unserem Premium E-Bike und Fahrradschutz nämlich einen umfassenden Vollkaskoschutz, der dir bei allen denkbaren Schwierigkeiten hilft. Die Übernahme von Reparaturkosten ist inklusive, dein Zubehör ist auch gleich mitversichert und du wirst bei einem Diebstahl entschädigt. Hier gilt unser Versicherungsschutz übrigens auch dann, wenn dein Fahrrad zum Tatzeitpunkt nur lose abgeschlossen war.

Unsere dringende Empfehlung lautet aber dennoch: Investiere in ein solides Fahrradschloss, suche immer einen festen Gegenstand zum engen Befestigen und ergreife auch sonst alle Möglichkeiten, um dich und dein Rad abzusichern. Und falls das alles nicht reicht – fängt dich unsere Fahrradversicherung jederzeit auf.

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