Technik, die begeistert: Neuheiten rund um Kamera Drohnen

Technik, die begeistert:
Neuheiten rund um Kamera Drohnen

29.09.215 Min.

Das Geschäft mit Kameradrohnen boomt. Immer mehr Hersteller – darunter seit 2021 nun auch Sony – drängen auf den Markt und die Technologie entwickelt sich rapide weiter. Die Möglichkeit, bislang nicht gesehene Fotos oder Videos für die Unterhaltungsbranche, aber auch für sonstige Industriezweige und weitere Einsatzbereiche aufzunehmen, bietet großes Potenzial.

Welche Innovationen gibt es im Bereich der Kameradrohnen und was lässt sich daran über die Zukunft der Technologie aussagen? Wir haben einmal die für uns vielversprechendsten technischen Neuerungen zusammengetragen, um dir einen kompakten Überblick zu bieten.

Neuer Fortschrittssprung im FPV-Bereich

FPV-Drohnen sind seit einigen Jahren extrem beliebt. Hinter der Abkürzung steht der Begriff „First Person View“ – also die sogenannte „Egoperspektive“. Es bedeutet, dass der Flug der Drohne aus der Ich-Perspektive (live) verfolgt werden kann.

Wirklich bemerkenswerte Innovationen in diesem Bereich waren aber lange nicht in Sicht. Anfang März 2021 kam jedoch ein neues Modell auf den Markt, das einen echten Fortschrittssprung markiert und wohl für längere Zeit als Benchmark zumindest im Hobby-Bereich dienen wird.

Mit der neuen Technologie kombiniert das Gerät die Sicht aus der Ich-Perspektive mit der Hochgeschwindigkeitsleistung von Renndrohnen sowie der filmischen Kameraführung traditioneller und professioneller Drohnen. Möglich wird dies zusammen mit einer optimalen Sicherheits- und Übertragungstechnologie der bisherigen Top-Modelle.

INFO

FPV-Drohne – Was ist das genau?

Die Abkürzung „FPV“ steht für „first person view“. Gemeint sind mit FPV-Drohnen also Flugdrohnen, die mit einer Kamera ausgestattet sind, deren Bilder du aus der Ich-Perspektive siehst, indem sie dir auf einen Bildschirm oder an eine VR Brille übertragen werden.

Du siehst mit FPV-Drohnen also live die Bilder der Kamera und erlebst dabei ein Flugerlebnis, das bislang dem von Vögeln wohl am nächsten kommt. Neben dem aufregenden Flugerlebnis ist der größte Vorteil einer FPV-Drohne aber die Möglichkeit, die Aufnahmen besser kontrollieren zu können. Wenn du live siehst, was die Kamera aufnimmt, kannst du den Flug so steuern, dass nicht irgendwas, sondern genau das gewünschte Motiv gefilmt oder fotografiert wird.

Hinzu kommen verschiedene spannenden Flugmodi, zwischen denen du als Nutzer auswählen kannst. Sowohl als Drohnen-Einsteiger, als auch als Profi dürftest du mit der neuen Technik deinen Spaß haben.
Die Neuerungen dienen dazu den Drohnenflug noch sicherer zu machen oder verschiedene Manöver zu vereinfachen:

Beim Normalmodus etwa schwebt die Drohne mithilfe von GPS und/oder visuellen Positionierungssystemen (VPS) an der Unterseite der Drohne an Ort und Stelle. Du kannst in diesem Modus auch die Hinderniserkennung an der Vorderseite aktivieren und im Falle eines solchen Hindernisses automatisch die Geschwindigkeit reduzieren lassen.

Im manuellen Modus hingegen hast du die volle Kontrolle über die Drohne, hier sind meist alle Sensoren sowie die Hinderniserkennung deaktiviert,

Verbesserungen gibt es zudem bei der Bildqualität. Mit einem High-Quality-Modus sind Aufnahmen in größeren Formaten oder auch mit einem erweiterten Sichtfeld von über 140° möglich.

Eine verringerte Latenz sorgt für noch weniger Verzögerungen bei der Bildübertragung. Im Niedriglatenz-Modus können mittlerweile Werte von unter 28 ms erreicht werden.

Alternative Steuerungsmöglichkeiten

Gerade im Hobby-Bereich lassen sich viele Kameradrohnen einfach mit dem Smartphone oder via Tablet steuern. Mit der passenden App aus dem entsprechenden Store brauchst du dafür oft nur wenig Einarbeitungszeit, bevor du losfliegen kannst.

Je teurer und größer die Drohne, desto eher steuerst du das Gerät mit einer Fernbedienung, die beispielsweise über ein LC-Display verfügt. Statt auf dem Bildschirm eines Smartphones ist hier direkt und live der Flug der Drohne mitverfolgbar. Alternativ kannst du Fernbedienung und externes smartes Gerät auch kombinieren, um mit dem einen zu steuern und auf dem anderen das Bild zu sehen.

Doch inzwischen wurde die Technik weiterentwickelt und es gibt alternative Steuerungsmöglichkeiten für die Kameradrohnen. Auch hier nimmt der Hersteller DJI eine Art Vorreiterrolle ein. Sehr intuitiv wird die Lenkung in speziellen Modi diverser VR-Brillen: Dabei folgt das Bild bzw. die Kameraperspektive direkt der Kopfbewegung des Nutzers. So lässt sich entweder die gesamte Drohne steuern oder alternativ nur der Gimbal – also die motorisierte Aufhängung, welche die Bewegungen der Kamera ruckelarm und flüssig ausführt.

Drohnen steuern per Joystick

Auch die völlig neuen Motioncontroller sind deutlich anfängerfreundlicher und versprechen eine intuitivere Bedienung als herkömmliche RC-Controller. Statt der bisherigen Steuerung mit zwei Händen an einem Controller, der dem einer Spielkonsole ähnelt, gibt es nun eine Bedieneinheit, die in einer Hand gehalten wird und auf die natürlichen Handbewegungen reagiert.

Neigt man den Controller also mit der Hand in eine Richtung, führt die Drohne auch entsprechende Bewegungen aus. Mit dem Zeigefinger wird an einem Gashebel die Geschwindigkeit stufenlos variiert. Auch ein Wechsel der Flugmodi oder eine Sicherheits-Notbremse lässt sich direkt an der Fernbedienung auslösen.

Gerade solche intuitiven Steuermöglichkeiten sind zwar praktisch, sie verleiten mitunter aber auch dazu, zu früh zu schnell und zu riskant zu fliegen. Eine Flugdrohne zu steuern, bringt aber auch immer ein Stück weit Verantwortung mit sich. Deshalb solltest du dir auf jeden Fall einmal unsere Drohnenversicherungenanschauen.

Hierauf solltest du außerdem achten:
Je nachdem, in welchem Land du mit deiner Drohne unterwegs bist, gilt mitunter der sogenannte „Sichtflug“. Das ist in den meisten Ländern der Fall. Steuerst du Kameradrohne und FPV-Brille gleichzeitig, musst du nach Gesetzgebung unter Umständen einen Spotter dabeihaben. Diese Person weist dich beim Steuern der Drohne per Videobrille auf eventuelle Gefahren hin. In einigen wenigen Ländern ist der Flug mit Videobrille sogar gänzlich untersagt.

Erweiterte Funktionen –für Industrie und Co.

Zusätzlicher Datenschutz

Gerade für industrielle Anwendungen, im Bereich des Katastrophenschutzes und für Schutzeinrichtungen ist starker Datenschutz rund um Kameradrohnen ein wichtiges Thema. Denn Fotos, Videos, Flugprotokolle und anderen Daten, die bei den Drohnenflügen generiert werden, müssen vor dem Zugriff Dritter gesichert werden.

Ein integrierter Kennwortschutz, der das Abheben der Drohne durch Unbefugte und das Einsehen der gespeicherten Daten etwa innerhalb einer zugehörigen App verhindert, sind oftmals schon Standard. Moderne Kameradrohnenmodelle verfügen über einen zusätzlichen Datenschutz, wie etwa das Codieren von Uhrzeit, Datum und Ort jedes von der visuellen Kamera aufgenommenen Bildes mit Hilfe einer GPS-Zeitstempelfunktion.

In bestimmten Modi, die in einer App eingestellt werden können, werden angeschlossene mobile Geräte daran gehindert, Daten über das Internet zu senden oder zu empfangen.

Integrierte Wärmebildkamera

Ebenfalls interessant und noch eine Neuheit auf dem Markt sind leistungsstarke und tragbare FLIR-Wärmebildkameras in Flugdrohnen. Mit deren Hilfe sind beispielsweise bei der Tierrettung und Personenrettung Ziele viel effektiver identifizierbar.

In Brandherden etwa lassen sich eingeschlossene Personen deutlich schneller suchen. Auf der anderen Seite sind Personen anhand der Wärmeunterschiede auch unter Lawinen schneller zu finden. Die Kameras lassen sich zudem in der Landwirtschaft einsetzen: Im Feld können gesuchte Tiere damit deutlich besser lokalisiert werden.

INFO

Was ist „FLIR“?

Hinter „FLIR Systems“ verbirgt sich ein US-amerikanisches Unternehmen aus Oregon, das in erster Linie Kamerasysteme und Messinstrumente vertreibt. Die meisten Abnehmer kommen aus der Industrie, aber auch öffentliche Einrichtungen wie Sicherheitsorgane und Streitkräfte sind Kunden des Unternehmens.

Das patentierte FLIR MSX (Multispektraldynamisches Imaging) kann in Echtzeit hochauflösende Details des sichtbaren Lichts auf die Wärmebilder legen. Dadurch werden visuelle Details noch deutlicher hervorgehoben. Das hilft dem Drohnenpiloten dabei, kritische Einzelheiten, die für das menschliche Auge und normale Kameras eigentlich nicht sichtbar sind, schneller zu erkennen und zu interpretieren.

Leistungsstarke Scheinwerfer

Dunkle oder nur schwach beleuchtete Gebiete, in denen Drohnenpiloten einen besseren Überblick behalten wollen, können nur mittels an der Drohne angebrachten Scheinwerfern optimal ausgeleuchtet werden.
Seit Kurzem gibt es dazu duale Scheinwerfer, die an der Kameradrohne mit einer Helligkeit von bis zu 2400 Lumen aufwarten. Mit speziellen Spotlight-Funktionen können dabei nicht nur Such- und Rettungsmissionen durchgeführt sowie Inspektionsanwendungen kontrolliert werden.

Da die Scheinwerfer-Module meist schwenkbar sind und somit auch problemlos den Boden ausleuchten können, lassen sie sich auch im Kreativbereich nutzen, um spannende und innovative Bildeindrücke zu schaffen.

Fazit

Der Blick auf den Markt zeigt, dass die Kameradrohnen immer leistungsstärker und dabei auch kleiner, schneller und wendiger werden. Verbesserte Bildstabilisatoren, qualitativ hochwertigere Aufnahmen oder einfachere und intuitivere Steuerungsmöglichkeiten vergrößern die Einsatzmöglichkeiten und den kreativen Gestaltungsspielraum.

Für Einsteiger nehmen mit den innovativen Modellen die Möglichkeiten zu, von Anfang an hochwertige Aufnahmen zu machen. Diese müssen aber natürlich auch erst einmal gelingen – und dies hängt oft massiv von der präzisen Steuerung der Drohne und dem bisher gesammelten Wissen ab. Solltest du zu den absoluten Neulingen im Kameradrohnenbereich gehören, kannst du einen Blick in unseren Blog-Beitrag zu deinem ersten Drohnenflug werfen. Schritt für Schritt wirst du hier an die erste spannende „Flugstunde“ herangeführt.

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