Francis Markert: In 5 Schritten zu deinem ersten Drohnen-Flug

Bei Haftpflicht Helden werden wir häufig nach dem Versicherungsschutz für Drohnen im Ausland gefragt. Auf der Suche nach den internationalen Gesetzen für Drohnenpiloten haben wir Francis Markert kennengelernt. Sein Blog My-Road.de hat uns sehr beeindruckt und liefert unter anderem eine einzigartige Übersicht über die weltweiten Gesetze für Drohnenpiloten. Wir haben Francis gebeten, in dem nachfolgenden Artikel einmal die aus seiner Sicht wichtigsten Schritte für Drohnen Einsteiger zu beschreiben.

In den sozialen Medien sieht es immer so schön aus: Drohnen-Aufnahmen sind ein echter Hingucker. Da kommt schnell der Wunsch auf, eigene Luftaufnahmen anzufertigen. Doch bevor du deinen ersten eigenen Drohnen-Flug durchführen kannst, musst du einiges beachten. In diesem Artikel möchte ich dir die 5 Schritte aufzählen, die du unbedingt vor deinem ersten Flug durchgehen solltest. Wenn du meine Tipps beherzigst, bist du auf der sicheren Seite und wirst viel Spaß mit deinem neuen Hobby haben.

Schritt 1. – Wähle die richtige Drohne aus

Bevor du die Lüfte erobern kannst, benötigst du natürlich erst einmal eine Drohne. Doch auf was solltest du beim Kauf einer Drohne alles achten?

Die technische Ausstattung von Multicoptern wird immer komplexer und die Bedienung der Fluggeräte wird immer einfacher. Mit ausgereiften Technologien fällt es auch Anfängern leicht, eine Drohne zu manövrieren.

Besonders als Anfänger solltest du einen Blick auf die Sicherheitsfeatures deines neuen Spielzeuges werfen. Heutzutage gehört es zur Standardausstattung, dass die Drohne automatisch zur Startposition zurückfliegt, wenn die Verbindung abbricht oder der Ladestand des Akkus in einen kritischen Bereich gelangt. Diese Funktion wird meist als Failsafe bzw. Return to Home beschrieben.

Darüber hinaus setzen sich immer mehr Drohnen mit integrierter Hinderniserkennung durch, die selbstständig vor Objekten in der Flugbahn abbremsen oder diese Objekte sogar autonom umfliegen. Mit solcher Technologie minimierst du das Risiko, dass die Drohne mit einem Hindernis kollidiert und abstürzt.

Ein weiterer Aspekt bei der Auswahl eines Multicopters spielt natürlich der Umfang und das Gewicht des Copters. Der Kauf einer Drohne lohnt sich vor allem dann, wenn du viele Ausflüge machst oder häufig verreist. Um nicht zu viel Ausrüstung herumzutragen, solltest du also auf möglichst kompakte und leichte Fluggeräte setzen.

Vermutlich möchtest du eine Drohne kaufen, weil sich damit erstklassige Bilder und Videos aus der Vogelperspektive festhalten lassen. Deswegen darf auch ein Blick auf die Kamera-Spezifikationen nicht fehlen. Heute gibt es schon gute Kamera-Drohnen, die Auflösungen bis zu 4K bieten. Ob du das wirklich brauchst, steht jedoch auf einem anderen Blatt.

Einer der aktuellen Top-Seller auf dem Markt ist die DJI Mavic Pro, die mit vielen intelligenten Funktionen ausgerüstet und super zum Reisen geeignet ist. Sie lässt sich sehr leicht steuern und kann sowohl mit einem Smartphone/Tablet als auch mit einer Fernbedienung gesteuert werden.

Weitere Fragen vor dem Kauf einer Drohne

  • Wie lang kann die Drohne mit einem Akku in der Luft bleiben?
  • Welche Reichweite ist mit dem Multicopter möglich?
  • Wieviel kostet das Fluggerät?
  • Welche Kamera-Einstellungen bietet das Modell?
  • Wie schwer ist die Kamera-Drohne?

Schritt 2. – Sorge für ausreichenden Versicherungsschutz

Hast du dich einmal für eine Drohne entschieden und sie gekauft, musst du dich als nächstes um einen ausreichenden Versicherungsschutz bemühen. Das sieht das Luftrecht vor!

Bei der Versicherung solltest du dir drei Fragen stellen:

  • Wie hoch ist die Deckungssumme im Schadensfall?
  • In welchen Regionen der Welt ist die Drohne abgesichert?
  • Ist die Gefährdungshaftung im Tarif eingeschlossen?

Mit der Police der Haftpflicht Helden bist du auf der sicheren Seite und kannst dein neues Hobby entspannt genießen – und das in der ganzen Welt!

Schritt 3. – Mit gesetzlichen Regeln vertraut machen

Dass eine Versicherung für deine Drohne vorgeschrieben ist, weißt du mittlerweile. Doch die Gesetzgeber haben noch viele weitere Reglementierungen vorgenommen, mit denen du dich auseinandersetzen musst.

Eine der wichtigsten Regeln ist es, nicht höher als 100 Meter über dem Grund zu fliegen. Diese Grenze hat den Hintergrund, dass du auch mit einer kleinen Kamera-Drohne den bemannten Flugverkehr (z.B. Hubschrauber oder Flugzeuge) gefährden kannst. Für eine sichere Nutzung musst du dich also an diese Obergrenze halten. Zudem darfst du die Drohne nur innerhalb der Sichtweite betreiben, sodass du jederzeit mit bloßem Auge die Fluglage der Drohne gut erkennen kannst.

Neben dem Luftverkehr kann deine Drohne aber auch noch für Personen oder Objekte am Boden gefährlich werden. Deswegen musst du diverse Sicherheitsabstände einhalten. Ein Multicopter darf sich demnach nicht näher als 100 Meter an Menschenansammlungen, Autobahnen oder Gefängnisse annähern.

Ich habe hier nur einige Beispiele der aktuellen Regeln genannt. Um einen vollständigen Eindruck von der Gesetzeslage in Deutschland zu bekommen, empfehle ich dir meinen Beitrag zur Drohnen-Verordnung durchzulesen.

Schritt 4. – Akkus laden, Bedienungsanleitung lesen und die Drohne startklar machen

Eigentlich sollte dieser Schritt selbstverständlich sein, doch in der Euphorie über eine neue Drohne kann man es schon mal schnell vergessen: Lese vor dem ersten Start die Bedienungsanleitung! Oft müssen die Systeme vor einem ersten Flug kalibriert werden und auch die Funktionsweise der Fernsteuerung ist in aller Regel nicht selbsterklärend. Nehme dir deswegen die Zeit und lese die Hinweise des Herstellers aufmerksam durch. Falls du das versäumst, kann es schnell passieren, dass direkt beim ersten Flug deine neue teure Drohne abstürzt und kaputt ist. Schon etliche voreilige Einsteiger mussten sich darüber ärgern, dass sie ihren nagelneuen Copter direkt beim ersten Flug ins Nirwana geschickt haben. Tue dir das nicht an.

Bei manchen Herstellern wird vor dem ersten Start eine Registrierung des Gerätes notwendig. Dazu muss der Copter entweder über ein Kabel an einen Computer angeschlossen oder das Fluggerät bzw. die Fernsteuerung mit einem Wifi-Netzwerk verbunden werden. Details dazu findest du natürlich in der Bedienungsanleitung.

Bevor es dann endlich losgehen kann und deine Drohne den Himmel erobert, solltest du deine Drohne noch auf mögliche Firmware-Updates überprüfen und die Akkus vom Fluggerät und der Fernsteuerung laden.

Schritt 5. – Ready for take-off: Der erste Flug

Hältst du deine neue Drohne in den Händen, verfügst über ausreichenden Versicherungsschutz und kennst dich mit den Regeln aus, dann wird es endlich Zeit für deinen ersten Drohnen-Flug.

Suche dir dafür am besten ein freies Feld in deiner Umgebung, auf dem sich keine Hindernisse befinden und auf dem du keine anderen Personen störst. Zu Beginn solltest du sehr behutsam mit den Steuerknüppeln umgehen. Bei manchen Modellen kannst du zum Erlernen auch einen Beginner-Modus nutzen, bei dem die Risiken durch Bedienfehlern minimiert werden.

Fazit

Du siehst: Mit einer Drohne zu fliegen braucht nicht nur Übung, sondern vor allem am Anfang musst du dich mit vielen anderen Dingen beschäftigen. Falls du jedoch diese 5 Schritte beachtest, steht der Freude am Fliegen und Filmen aus der Luft nichts mehr im Weg. Je häufiger du fliegst, desto routinierter wirst du werden und desto besser können auch deine Flugmanöver werden. Von daher lohnt es sich, regelmäßig fliegen zu gehen. Du wirst begeistert sein von den Aufnahmen, die du mit deiner neuen Drohne festhalten wirst.