Achtsamkeit: Wege zu einer besseren Verbindung mit deinem Pferd

Achtsamkeit:
Wege zu einer
besseren Verbindung
mit deinem Pferd

16.04.216 Min.

Immer höher, schneller, weiter, besser – Tag für Tag bist du diesen Anforderungen ausgesetzt, die dich in den Autopilotmodus und zum Multitasking treiben. Während du eine Aufgabe erledigst, bist du gedanklich schon bei der nächsten und denkst nicht groß darüber nach, was du gerade tust. Dabei ist es besonders im Umgang mit Pferden wichtig und hilfreich, den Moment bewusst wahrzunehmen und konzentriert bei der Sache zu sein.

Achtsamkeit im Umgang mit Pferden

Achtsamkeit spielt im Umgang mit Pferden eine wesentliche Rolle. Anstatt sich in der Arbeit und dem Umgang mit Pferden immer wieder ablenken zu lassen, solltest du lernen, deinen Fokus zu schulen. So kannst du bewusst wählen, worauf du dich konzentrieren möchtest und worauf nicht.

Lerne, den Moment zu genießen

Wir leben in einer Zeit, in der wir alles festhalten und teilen wollen: Was wir im Urlaub erleben, was wir in unserer Freizeit machen und sogar, was wir essen. Dabei sind wir oft so sehr damit beschäftigt, das perfekte Foto zu machen, dass wir ganz vergessen, den Moment zu genießen.

Noch dazu sind nicht immer jene Momente am wertvollsten, die mit der Kamera eingefangen werden. Vielmehr sind es die Augenblicke, in denen wir so präsent wie möglich sind, die wir mit allen Sinnen und dem ganzen Körper erfassen und bewusst erleben. Was du in dem einen Moment wahrnimmst und fühlst, prägt deine Erinnerungen viel mehr als es ein Foto oder Video als Erinnerung jemals könnte.

Was ist Achtsamkeit?

Achtsamkeit bedeutet, aufmerksam und präsent im Hier und Jetzt zu sein. Dazu gehört es zum einen, dir deiner Handlungen, Worte und Gedanken bewusst zu sein. Zum anderen, dein Umfeld mit allen Sinnen wahrzunehmen.

Daher ist Achtsamkeit eine gesteigerte Form bewusster Aufmerksamkeit und die Fähigkeit, dich für den gegenwärtigen Moment zu öffnen. Noch dazu lehrt dir Achtsamkeit, dich selbst und die Welt auf eine neue Weise zu sehen sowie bewusst mit deinen Gedanken, Gefühlen, Wahrnehmungen und deinem Körper umzugehen. Dadurch kannst du dein inneres Gleichgewicht finden, was einige positive Effekte hat: Du bist

  • gelassener,
  • gleichmütiger,
  • konzentrierter und
  • zufriedener.

Außerdem kann gezieltes Achtsamkeitstraining bei der Stressbewältigung helfen und wirkt sich somit positiv auf deine Gesundheit aus.

Was hat das mit Pferden zu tun?

Pferde sind die idealen Achtsamkeitslehrer. Denn erstens: Sie selbst leben und handeln immer im Hier und Jetzt und sind im gegenwärtigen Moment verankert. Sie reagieren auf das, was sie sehen und wahrnehmen.

Zweitens: Pferde spiegeln den Menschen, insbesondere seine mentale Verfassung – frei von Bewertung und in unbestechlicher Art und Weise. Das ist nur einer von vielen Gründen, warum wir Pferde lieben. Als Herdentiere sind sie im sozialen Miteinander geschult und nehmen selbst sehr feine Signale wahr. Diese Feinfühligkeit und gute Beobachtungsgabe benötigen sie, um sich sozial anzupassen und sich auszutauschen.

Wer sein Pferd als Spiegel begreift, kann viel über sich selbst lernen und sich in Achtsamkeit trainieren. Die enge Zusammenarbeit mit dem Tier zeigt dir, ob du gerade voll konzentriert bist oder eher „neben der Spur“ – sprich wie du mit dir selbst, deinem Gegenüber und dem, was du gerade tust, in Verbindung bist.

Das Pferd ist dein Spiegel. Es schmeichelt dir nie. Es spiegelt dein Temperament. Es spiegelt deine Schwankungen. Ärgere dich nie über dein Pferd, du könntest dich ebenso über deinen Spiegel ärgern.

Rudolf G. Binding, deutscher Schriftsteller und Reiter

Anders gesagt: Wenn du ständig abgelenkt und nicht ganz bei der Sache bist, kann sich kein harmonisches Zusammensein zwischen dir und deinem Pferd einstellen. Was bleibt, sind Frustration, weil der Umgang mit deinem Tier nicht so harmonisch ist und du als Folge möglicherweise sogar unsicher wirst. Zudem kann es sein, dass die gemeinsame Arbeit nicht gut läuft, und Verwirrung herrscht, weil das Pferd nicht so reagiert, wie du es die wünscht.

ÜBUNG

Kleine Achtsamkeitsübung für den Alltag #1

Wenn du merkst, dass du unkonzentriert, gestresst und nicht bei deinem Pferd bist, kannst du die Augen für eine kurze Zeit schließen. Atme ein paarmal tief ein und aus und achte bewusst auf verschiedene Sinneseindrücke:

  • Welche Geräusche kannst du hören? – z. B. Vogelzwitschern oder Hufklappern
  • Welche Gerüche nimmst du wahr? – z. B. feuchter Waldboden oder frisches Gras
  • Was spürst du? – z. B. weiches Fell unter deiner Hand oder Wind auf deiner Haut

Diese kurze „Auszeit“ hilft dir dabei, deine Sinne zu schärfen, unwichtiges auszublenden und wieder den Fokus auf das Hier und Jetzt zu lenken.

Achte in jedem Fall darauf, dass dein Pferd und du dabei in einer sicheren Umgebung seid!

Mit mehr Achtsamkeit kannst du lernen, dich ganz auf das Tier zu konzentrieren und so eure Verständigung verbessern. Denn je mehr du bei der Sache bist, desto harmonischer können dein Pferd und du miteinander agieren.

Wenn du das Pferdeverhalten genau beobachtest und reflektierst, kannst du die gewonnenen Erkenntnisse außerdem gewinnbringend auf andere Situationen des privaten und beruflichen Alltags übertragen.

Wahrnehmen, aber nicht bewerten

Achtsamkeit hat noch eine weitere Komponente, die auch für Pferdemenschen wichtig ist – und die uns Pferde voraushaben: Wahrnehmen, ohne zu bewerten. Wir Menschen urteilen schnell darüber, was gut und was schlecht ist – und genauso schnell kommen entsprechend Emotionen auf. Pferde dagegen können mit einer solchen Einteilung kaum etwas anfangen. Sie folgen ihrer Intuition und tun das, was sie im jeweiligen Moment für das Beste halten.

Die Achtsamkeit kann dir dabei helfen, das Verhalten deines Pferdes nicht zu bewerten, sondern es einfach als Information und Rückmeldung an dich wahrzunehmen. Das schafft eine gute Basis, um durch den Umgang mit dem Tier herauszufinden, was du tun musst, um deinem Pferd das gewünschte Verhalten beziehungsweise die gewünschte Reaktion zu entlocken.

Wie solltest du deinem Pferd begegnen?

Der Umgang mit deinem Pferd sollte stets respektvoll und freundlich sein. Doch besonders im Hinblick auf Achtsamkeit solltest du ihm außerdem mit viel Einfühlungsvermögen, der nötigen Aufmerksamkeit und einer guten Beobachtungsgabe begegnen. Diese Eigenschaften sind wesentlich für eine gute Kommunikation zwischen dir und deinem Pferd sowie eine starke Beziehung zum Tier und gleichzeitig für eine achtsame Lebensweise.

Mit Achtsamkeit zu einer wertvollen Symbiose

Pferde tun uns Menschen auf vielfältige Weise gut. Wie bereits erwähnt, sind sie hervorragende Achtsamkeitslehrer und trotzt ihrer Größe und Stärke unglaublich sanft und sensibel. Sie formen unseren Charakter und bringen uns dazu, über uns hinaus zu wachsen. Noch dazu hilft uns ihre Gegenwart dabei, zu entspannen und Kraft zu tanken.

Achtsamkeit ist aber immer ein Gleichgewicht von geben und nehmen. Anders gesagt: Zu einer guten Partnerschaft gehören immer zwei Seiten. Daher solltest du nicht nur darüber nachdenken, wie es dir mit deinem Pferd geht, sondern auch darüber, wie es deinem Pferd mit dir geht.

Es geht darum dich zu fragen, ob du deinem Pferd guttust und seine Bedürfnisse wahrnimmst und erfüllst. Versetze dich seine Lage:

  • Werden Dinge wie der Umgang mit dem Tier, der Stall und die Aufgaben dem Wesen deines Pferdes gerecht?
  • Was kannst du tun, damit es sich wohlfühlt?
ÜBUNG

Kleine Achtsamkeitsübung für den Alltag #2

Versetze dich in dein Pferd hinein und überdenke den Sinn und Zweck einer Handlung aus der Sicht des Tieres. Ein Beispiel: Dein Pferd steht auf der Weide und döst ganz ruhig vor sich hin. Du möchtest, dass es mit dir kommt.

  • Wie fühlt es sich für das Pferd an, seine Ruhe zu unterbrechen?
  • Braucht es noch etwas Zeit?
  • Kannst du einen Augenblick innehalten, um den Moment mit deinem Tier zusammen zu verbringen?

Ein solcher Perspektivwechsel hilft dir dabei, deinen Umgang besser auf das Tier abzustimmen. Dann bist du vielleicht weniger hektisch und kannst verschiedene Handgriffe mit mehr Ruhe ausführen. Gleichzeitig tauchst du in die Welt deines Tieres ein und erlebst mit ihm eine schöne Situation.

Unterschätze dein Pferd nicht!

Die Bindung zwischen dir und deinem Pferd ist inzwischen richtig gut. Du hast das Gefühl, du kennst dein Pferd in- und auswendig und weißt jederzeit, was in ihm vorgeht. Ihr seid ein eingespieltes Team und nichts kann euch aufhalten. Was soll da schon passieren?

Aber wie heißt es so schön: „Sag niemals nie!“ Es kann immer zu Situationen kommen, in denen dein Pferd anders reagiert als sonst. Zum Beispiel, wenn es sich erschrickt, seinem Fluchtinstinkt folgt oder einfach etwas übermütig ist. Nicht selten werden dabei Personen oder andere Pferde verletzt oder es entstehen anderweitig Schäden.

Was tun im Schadensfall?

Als Pferdebesitzer*in haftest du für alle Schäden, die dein Pferd anrichtet. Falls etwas passiert, musst du dir aber keine Sorgen machen.

Denn unsere Pferdehaftpflichtversicherung deckt einige Schadensfälle ab und bietet dir damit den perfekten Rundumschutz, wenn Personen verletzt werden oder das Eigentum von Dritten beschädigt wird. Selbstverständlich gilt dafür unsere Best-Schutz-Garantie.

Mit unserem Versicherungsschutz kannst du entspannt die Zeit mit deinem Pferd genießen und dich ganz auf die schönen Seiten deines Reithobbys konzentrieren.

Damit euch nichts trennen kann

Eine Pferdehaftpflichtversicherung kommt aber nicht einfach bloß für Schäden auf, die dein Pferd verursacht hat. Dahinter steckt noch mehr: Die Versicherung schützt einerseits dein Vermögen, andererseits die enge Bindung, die du zu deinem Pferd aufgebaut hast.

Denn für die Folgen eines Personen- oder Sachschadens selbst aufkommen zu müssen, kann deinen finanziellen Ruin bedeuten – und damit auch, dass kein Geld mehr übrig ist, um dein Pferd zu versorgen. Diesem Szenario kannst du mit einer Haftpflichtversicherung vorbeugen.

Bei einem Schadensfall prüfen wir, ob eine Schadensersatzpflicht besteht und in welcher Höhe. Ist der Schadensersatz berechtigt, übernehmen wir die Kosten und wehren unberechtigte Ansprüche für dich ab.

Das helden.de Team

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