Sachschaden: Definition, Berechnung & Co.

SACHSCHADEN: DEFINITION & BEISPIELE

14.04.2311 Min.

Neben Personen- und Vermögensschäden ist der Sachschaden die dritte wichtige Schadensart für Versicherungen in Deutschland. Wann immer Objekte beschädigt oder gestohlen werden, liegt ein Sachschaden vor. Unser Artikel zeigt dir, was genau unter diesen Begriff fällt, was der Unterschied zwischen Vermögensschaden und Sachschaden ist und in welchem Umfang du einen Schadenersatz von einer Versicherung erwarten darfst.

Definition: Was ist ein Sachschaden genau?

Als Sachschaden wird jede Art von Beschädigung oder Zerstörung von Sachen, also Gegenständen bezeichnet. Auch der Diebstahl der Sachen stellt für Versicherungen einen Sachschaden dar, sofern dieses Ereignis im Versicherungsvertrag festgehalten wurde. Hier erleidet der Eigentümer der Sache einen direkten, finanziellen Verlust. Der Abschluss einer Versicherung dient dazu, die Folgen des Verlustes abzumildern und einen angemessenen Schadenersatz zu zahlen.

Grundsätzlich lässt sich jede Art von Gegenstand oder Sache absichern. Typische Beispiele aus dem deutschen Versicherungswesen sind:

  • PKW und andere Fahrzeuge
  • Möbel und weiterer Hausrat
  • Wohngebäude und sonstige Immobilien
  • Ausstattung deines Unternehmens

Auch die Schadensereignisse sind vielfältig, die einen Sachschaden verursachen können. Zu den wichtigsten Arten gehören:

  • Diebstahl, Einbruchdiebstahl und Raub
  • Möbel und weiterer Hausrat
  • Wohngebäude und sonstige Immobilien
  • Ausstattung deines Unternehmens

Im Regelfall erleidest du einen Sachschaden nicht allein, sondern begleitet von anderen Formen von Schäden. Denkst du beispielsweise an einen Verkehrsunfall, kommt es häufig zu Verletzungen von Insassen. Dies wird getrennt von Sachschäden an den Fahrzeugen betrachtet und als Personenschäden bezeichnet. Zudem gibt es die Kategorie der Vermögensschäden.

Was ist der Unterschied zwischen Sachschaden und Vermögensschaden?

Sach- und Vermögensschäden treten oft zusammen auf und werden teilweise in Versicherungsfragen nicht korrekt verstanden. Ein Sachschaden ist ein direkter Schaden, den du an Gegenständen bei einem Diebstahl, Unfall oder Unwetter erleidest. Der Vermögensschaden ist ein indirekter Schaden, der in Folge eines Personen- oder Sachschadens auftritt.

Ein Schadensergebnis hinterlässt oft Spuren, die über den eigentlichen Sachschaden hinausgehen. Der Geschädigte kann noch Tage oder Wochen unter den Folgen leiden, ohne dass hiermit Verletzungen oder ein sonstiger Personenschaden gemeint ist. Hier kommt eine Versicherung für die Folgen der finanziellen Benachteiligung auf.

Beispiel zur Abgrenzung der Schadensarten

Stell dir vor, du verursachst mit deinem Auto einen Unfall. Dein Unfallgegner ist zum Glück nicht verletzt, allerdings ist sein Auto stark beschädigt und nicht mehr fahrfähig. Über deine Kfz-Versicherung wird dieser Sachschaden abgewickelt, das heißt die Rechnung der Werkstatt wird an Deine Versicherung übermittelt und der Schaden beglichen.

Doch was ist, wenn dein Unfallgegner gerade beruflich auf dem Weg zum Flughafen war, um einen wichtigen Business-Termin wahrzunehmen? Anstatt mit dem eigenen Auto muss er nun teuer mit einem Taxi zum Flughafen fahren. Vielleicht verpasst er seinen Flug, er muss Kosten für die Umbuchung bezahlen oder verpasst sogar einen Geschäftsabschluss im Ausland.

All dies sind keine direkten Sachschäden, stellen jedoch eine echte Benachteiligung und Schädigung deines Unfallgegners dar. All dies bezeichnen Versicherer als Vermögensschaden, die du genauso wie Personen- und Sachschäden absichern kannst.

Konkrete Beispiele von Sachschäden

Wie genau ein Sachschaden entsteht und wie es zur Abwicklung bis hin zur Auszahlung des Schadenersatzes kommt, möchten wir dir anhand von zwei Beispielen erklären:

Schadenbeispiel 1: Sachschaden durch Wohnungsbrand

Dein Nachbar hat eine Zigarette in seiner Wohnung vergessen und es ist zu einem Brand gekommen. Dank des Rauchmelders konnte die Feuerwehr schnell ausrücken und den Brand löschen. Trotzdem hat sich das Feuer auf deine Wohnung ausgebreitet und dein Wohnzimmer
ist komplett zerstört worden.

Dein Nachbar hat eindeutig Schuld an diesem Sachschaden. Er nimmt Kontakt zu seiner Haftpflichtversicherung und schildert den Vorfall. Ob die Versicherung ihm eine Fahrlässigkeit unterstellt oder nicht, spielt für deinen Schaden keine Rolle: Du hast das Anrecht auf einen Schadenersatz.

Für dich ist wichtig, eine möglichst komplette Aufstellung von den geschädigten Sachen zu erstellen. Hierfür lohnt es sich, Rechnungen und Quittungen aufzuheben, aus denen sich der Wert deiner geschädigten und zerstörten Sachen herleiten lässt. Die Versicherung prüft deine Liste, eventuell wird sich ein Gutachter einen zusätzlichen Überblick verschaffen wollen.

Stimmt die Versicherung des Nachbarn deiner Aufstellung zu, erhältst du binnen weniger Wochen einen Schadenersatz ausgezahlt. Im Regelfall zahlt die Versicherung den Zeitwert, bei starken Tarifen auch den Neuwert der zu Schaden gekommenen Dinge.

Schadenbeispiel 2: Sachschaden durch Verkehrsunfall

Du bist mit deinem Fahrzeug jemand anderem in einem Parkhaus ins Auto gefahren. Zum Glück ist niemand verletzt, aber die Türe deines Unfallgegners ist stark verbeult. Die Schuldfrage ist eindeutig: Du warst eine Sekunde nicht aufmerksam und hast nicht rechtzeitig gebremst.

Am Unfallort tauschst du mit dem Unfallgegner die Adress- und Versicherungsdaten aus. Ihr seid euch schnell einig, dass kein Personen- oder Vermögensschaden vorliegt, sondern allein der Sachschaden zu begleichen ist.

Sofort nach dem Unfall setzt du dich mit deiner Versicherung in Verbindung. Du beschreibst den Vorfall und zeigst an, dass du für den Sachschaden verantwortlich bist. Dein Unfallgegner holt sich in der Zwischenzeit einen Kostenvoranschlag bei einer Kfz-Werkstatt ein, um den Schaden zu begleichen. Diesen beziehungsweise die abschließende Rechnung reicht dein Unfallgegner bei deiner Versicherung ein und erhält den Schadenersatz ausgezahlt.

Welche Versicherungen decken Sachschäden ab?

Sachschäden werden durch verschiedene Versicherungen abgedeckt, abhängig von verschiedenen privaten oder beruflichen Lebensbereichen. Zu den wichtigsten Versicherungen, die den Schutz vor Sachschäden beinhalten, gehören unter anderem:

  • Wohngebäude- und Hausratversicherung
  • Haftpflichtversicherung
  • Kfz-Haftpflicht und Kaskoversicherung

Wohngebäude- und Hausratversicherung

Bei der Absicherung deines Hausrats oder Wohngebäudes steht der Schutz deiner Sachen im Vordergrund. Die Hausratversicherung deckt alle beweglichen Gegenstände deines Haushaltes wie Möbel, Kleidungsstücke oder Fahrräder ab. Wertsachen sind bis zu einer Obergrenze mit abgesichert, hierüber hinaus solltest du Wertgegenstände gesondert absichern.

Die Wohngebäudeversicherung umfasst Schäden an deinem Wohngebäude selbst, genauso wie fest verbauten Sachen von der Einbauküche bis zu den Holzdielen. Hier sind Unwetter, Brand oder Vandalismus die häufigs ten Ursachen für Sachschäden. Während Mieter eine Hausratversicherung abschließen sollten, ist die Wohngebäudeversicherung einzig für Eigentümer interessant.

Beide Formen des Versicherungsschutzes gibt es natürlich auch für den betrieblichen Bereich. Hier schließt du eine Betriebsgebäudeversicherung oder gewerbliche Hausratversicherung ab.

Haftpflichtversicherung

Während du bei der Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung selbst von einem Schadenersatz für Sachschäden profitierst, geht es bei der Haftpflichtversicherung um den Schutz anderer Menschen. Manchmal reicht eine falsche Bewegung oder eine unaufmerksame Sekunde, um das Auto eines Freundes zu zerkratzen oder eine teure Vase im Wohnungseingang zu zerstören.

Für diese Situationen schließt du eine private oder gewerbliche Haftpflichtversicherung ab. Besteht diese nicht, bist du nach dem deutschen Gesetz weiterhin zu einem Schadenersatz gegenüber Dritten verpflichtet. Ohne einen Versicherungsschutz müsstest du diesen jedoch aus deiner eigenen Tasche bezahlen.

Kfz-Haftpflicht und Kaskoversicherung

Motorisierte Fahrzeuge vom PKW bis zum LKW unterliegen in Deutschland und vielen anderen Ländern einer Sonderregelung. Schäden durch und an Fahrzeugen können ziemlich teuer werden, schließlich wirken hier große Kräfte. Da nicht jeder Bürger ein Fahrzeug fährt, musst du für dein Automobil einen gesonderten Versicherungsschutz abschließen.

Mit der Kfz-Haftpflicht sind andere Personen geschützt, wenn du einen Schaden oder Unfall verursachst. Mit einer Voll- oder Teilkaskoversicherung schützt du dein eigenes Fahrzeug vor Elementarschäden oder Diebstahl. Zudem musst du bei einem selbst verschuldeten nicht selbst für die Reparaturkosten aufkommen.

Weitere Spezialversicherungen

Es gibt viele Gegenstände des täglichen Lebens, die zu deinem Hausrat oder Betrieb gehören, jedoch vergleichsweise selten sind. Nicht jeder Bürger hierzulande verfügt über ein Boot, hat eine Solaranlage auf dem Dach oder muss fürchten, dass der eigene Hund einen Sachschaden beim Nachbarn verursacht.

In diesen und weiteren Bereichen kannst du dich für eine gesonderte Haftpflicht- oder Hausratversicherung entscheiden. Sichere über einen gesonderten Vertrag dein Boot, Pferd oder sonstige Besonderheiten des Lebens ab. Manche unterliegen als Objekt selbst dem Risiko, einen Sachschaden zu erleiden. Andere wie dein geliebter Vierbeiner können zudem zum Auslöser eines Sachschadens werden.

Steigt durch ein Sachschaden dein Beitrag?

Durch jeden Schaden kann der Beitrag Deiner Versicherung steigen. Dies ist speziell in der Kfz- Versicherung üblich und systematisch über die sogenannten Schadenfreiheitsklassen geregelt. Je länger du schadenfrei fährst, desto günstiger ist dein Versicherungsbeitrag.

Bei den Versicherungen von helden.de ist dies nicht der Fall. Deine Beiträge bleiben stabil ungeachtet davon wie groß dein eingereichter Schaden ist.

Solltest du dich gegen Sachschäden absichern?

In wenigen Versicherungssparten musst du zwingend einen Versicherungsschutz abschließen, der nicht allein Sachschäden umfasst. Das wichtigste Beispiel ist die Kfz-Haftpflichtversicherung. Ohne diese Versicherung darfst du dein Fahrzeug nicht auf öffentlichen Straßen bewegen. Der Grund: Kommt es zu einem größeren Unfall mit mehreren tausend Euro Sachschaden, würden die meisten Menschen finanziell bankrottgehen. Eine Pflichtversicherung schützt hiervor.

Im betrieblichen Umfeld gibt es Pflichtversicherungen für verschiedene Berufsgruppen vom Arzt bis zum Finanzberater. Hier stehen jedoch Personen- und Vermögensschäden im Vordergrund, seltener Sachschäden. Alle oben genannten Versicherungen sind auch ohne Versicherungspflicht grundsätzlich zu empfehlen. Eine individuelle Analyse und Beratung durch einen Versicherungsprofi sind ratsam.

Fazit zum Thema Sachschäden

Als eine der wichtigsten Schadensarten überhaupt ist eine Absicherung gegen Sachschäden in diversen Lebensbereichen definitiv sinnvoll. Versicherungen die dich gegen Sachschäden absichern sind beispielsweise die Hausratversicherung und die Privathaftpflichtversicherung. Bei den Sachschäden ist es wichtig, genau auf die Differenzierung gegenüber den Vermögensschäden zu achten. Diese werden oftmals miteinander vermischt.

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